top of page
Previous page arrow

Gleichnisse Jesu Christi:
Vollständiger Text, Zusammenfassung und Bedeutung in den Evangelien

Next page arrow
Jesus teaching the crowd parables

Ich will meinen Mund auftun zu Sprüchen und alte Geschichten aussprechen...

Psalm 78:2

...auf das erfüllet würde, was gesagt ist durch den Propheten, der da spricht: Ich will meinen Mund auftun in Gleichnissen und will aussprechen die Heimlichkeiten von Anfang der Welt.

Matthaeus 13:35

 

Die Gleichnisse Jesu sind in den Evangelien nach Matthäus, Markus und Lukas überliefert. In dieser Studie finden Sie den vollständigen Text jedes Gleichnisses sowie eine kurze Zusammenfassung und Erläuterung, die uns helfen sollen, dessen Bedeutung zu verstehen.

 

​Im Hebräischen lautet das Wort für Gleichnis מָשָׁל (mashal). Im Alten Testament kann dieses Wort auch „Sprichwort“ bedeuten, und im modernen Hebräisch bedeutet es oft „Beispiel“. Ein Gleichnis ist eine kurze Geschichte, die dazu dient, eine moralische oder geistliche Wahrheit zu veranschaulichen. Doch die Gleichnisse Jesu sind oft weniger direkt als die Sprüche im Buch der Sprüche. Sie laden den Zuhörer dazu ein, sorgfältig nachzudenken und nach geistlichem Verständnis zu suchen.

 

​Durch einfache Szenen aus dem Alltag – wie Landwirtschaft, Familienleben, Arbeit und Gastfreundschaft – offenbarte Jesus tiefere Wahrheiten über Gott, das menschliche Herz und das Reich Gottes. Diese Lehren sind für Gläubige nach wie vor von wesentlicher Bedeutung; sie rufen uns nicht nur dazu auf, die Botschaft zu verstehen, sondern auch unser eigenes Herz zu prüfen und im Glauben und Gehorsam darauf zu reagieren.


Der Zweck der Gleichnisse

Jesus erklärte, dass die Geheimnisse des Reiches Gottes seinen Jüngern offenbart werden, denen jedoch verborgen bleiben, die nicht bereit sind, zuzuhören und zu verstehen. Denjenigen, die die Wahrheit annehmen und darauf reagieren, wird ein tieferes Verständnis geschenkt. Diejenigen jedoch, die sie ablehnen, verlieren nach und nach sogar das Verständnis, das sie zu haben glauben. Auf diese Weise offenbaren die Gleichnisse die Wahrheit und verbergen sie zugleich. Sie offenbaren die Geheimnisse des Reiches Gottes denen, die Gott suchen, während sie die Herzenshärte derer aufdecken, die sich weigern, zuzuhören.

  • Das Wissen um die Geheimnisse des Königreichs wurde den Jüngern Christi gegeben, aber vor dem Rest verborgen

  • Wer das Wissen hat, dem wird mehr gegeben

  • Wer das Wissen nicht hat, wird alles verlieren, was er hat

 

Matthäus 13:10-17

10 Und die Jünger traten zu ihm und sprachen: Warum redest du zu ihnen durch Gleichnisse? 11 Er antwortete und sprach: Euch ist es gegeben, daß ihr das Geheimnis des Himmelreichs verstehet; diesen aber ist es nicht gegeben. 12 Denn wer da hat, dem wird gegeben, daß er die Fülle habe; wer aber nicht hat, von dem wird auch das genommen was er hat. 13 Darum rede ich zu ihnen durch Gleichnisse. Denn mit sehenden Augen sehen sie nicht, und mit hörenden Ohren hören sie nicht; denn sie verstehen es nicht.  14 Und über ihnen wird die Weissagung Jesaja's erfüllt, die da sagt: "Mit den Ohren werdet ihr hören, und werdet es nicht verstehen; und mit sehenden Augen werdet ihr sehen, und werdet es nicht verstehen.  15 Denn dieses Volkes Herz ist verstockt, und ihre Ohren hören übel, und ihre Augen schlummern, auf daß sie nicht dermaleinst mit den Augen sehen und mit den Ohren hören und mit dem Herzen verstehen und sich bekehren, daß ich ihnen hülfe."  16 Aber selig sind eure Augen, daß sie sehen, und eure Ohren, daß sie hören. 17 Wahrlich ich sage euch: Viele Propheten und Gerechte haben begehrt zu sehen, was ihr sehet, und haben's nicht gesehen, und zu hören, was ihr höret, und haben's nicht gehört.


Hauptthemen in den Gleichnissen Jesu

Auch wenn jede Parabel eine einzigartige Geschichte erzählt, offenbaren sie doch durchweg vier zentrale Wahrheiten für Gläubige:

 

  1. ​Das Reich Gottes – Zeigt, wie Gottes Reich wächst, still und leise wirkt und zu seiner Zeit vollständig offenbart werden wird.

  2. Gottes Barmherzigkeit und Erlösung – Offenbart Gottes unermüdliche Liebe zu den Verlorenen und seine Freude, wenn sie wieder zu ihm zurückfinden.

  3. Wahrer Gehorsam und Treue – Betont, dass Gott demütige Herzen, treues Handeln und die Bereitschaft für seine Wiederkunft schätzt.

  4. Gottes Gnade und Prioritäten – Erinnert uns daran, Gott mehr zu vertrauen als weltlichem Reichtum und auf seine Einladung mit offenem Herzen zu reagieren.

 

Diese vier Themen zeigen, dass die Gleichnisse keine isolierten Lektionen sind – zusammen bilden sie ein zusammenhängendes Bild von Gottes Reich und seinen Erwartungen an sein Volk.


1. Das Reich Gottes

 

Jesus lehrte oft über das Reich Gottes anhand von Geschichten aus dem Alltag. Diese Gleichnisse zeigen, wie das Reich Gottes klein beginnt, still und leise wächst und eines Tages in seiner ganzen Fülle offenbar werden wird. Sie helfen den Gläubigen, Gottes Pläne, seinen Zeitplan und die verborgene Kraft seines Wirkens in der Welt zu verstehen.

The Parable of the Sower - Gospel Images

Das Gleichnis vom Sämann

In diesem Gleichnis vergleicht Jesus die Botschaft vom Reich Gottes mit einem Samenkorn, das auf verschiedene Arten von Boden gesät wird. Das Samenkorn ist dasselbe, doch die Ergebnisse hängen vom Zustand des Herzens ab, das es aufnimmt. Manche hören das Wort und weisen es zurück, andere nehmen es eine Zeit lang an, fallen aber ab, während wieder andere zulassen, dass die Sorgen des Lebens es ersticken. Nur diejenigen, die das Wort wirklich annehmen und verstehen, bringen bleibende geistliche Frucht hervor.

  • Der Same ist die Botschaft des Königreichs

  • Samen entlang des Weges – kein Verständnis – das Böse schnappt sich den Samen

  • Die Aussaat auf felsigem Boden – ohne Wurzeln – reicht nur für eine einfache Saison

  • Samen unter Dornen – Geschäft des Lebens – keine Frucht

  • Saat auf gutem Boden – Verständnis der worttragenden Frucht 

 

Matthaeus 13:3-9

3 Und er redete zu ihnen mancherlei durch Gleichnisse und sprach: Siehe, es ging ein Säemann aus, zu säen. 4 Und indem er säte, fiel etliches an den Weg; da kamen die Vögel und fraßen's auf. 5 Etliches fiel in das Steinige, wo es nicht viel Erde hatte; und ging bald auf, darum daß es nicht tiefe Erde hatte. 6 Als aber die Sonne aufging, verwelkte es, und dieweil es nicht Wurzel hatte, ward es dürre. 7 Etliches fiel unter die Dornen; und die Dornen wuchsen auf und erstickten's. 8 Etliches fiel auf gutes Land und trug Frucht, etliches hundertfältig, etliches sechzigfältig, etliches dreißigfältig. 9 Wer Ohren hat zu hören, der höre!


Das Gleichnis vom Sämann erklärt

Matthaeus 13:18-23

18 So hört nun ihr dieses Gleichnis von dem Säemann: 19 Wenn jemand das Wort von dem Reich hört und nicht versteht, so kommt der Arge und reißt hinweg, was da gesät ist in sein Herz; und das ist der, bei welchem an dem Wege gesät ist. 20 Das aber auf das Steinige gesät ist, das ist, wenn jemand das Wort hört und es alsbald aufnimmt mit Freuden; 21 aber er hat nicht Wurzel in sich, sondern ist wetterwendisch; wenn sich Trübsal und Verfolgung erhebt um des Wortes willen, so ärgert er sich alsbald. 22 Das aber unter die Dornen gesät ist, das ist, wenn jemand das Wort hört, und die Sorge dieser Welt und der Betrug des Reichtums erstickt das Wort, und er bringt nicht Frucht. 23 Das aber in das gute Land gesät ist, das ist, wenn jemand das Wort hört und versteht es und dann auch Frucht bringt; und etlicher trägt hundertfältig, etlicher aber sechzigfältig, etlicher dreißigfältig.


Das Gleichnis vom Unkraut

  • Das Feld ist die Welt

  • Die guten Samen sind die Söhne des Königreichs

  • Das Unkraut ist der Sohn des Bösen

  • Die Ernte ist das Ende des Zeitalters

  • Die Erntehelfer sind die Engel 

Matthaeus 13:24-30

24 Er legte ihnen ein anderes Gleichnis vor und sprach: Das Himmelreich ist gleich einem Menschen, der guten Samen auf seinen Acker säte. 25 Da aber die Leute schliefen, kam sein Feind und säte Unkraut zwischen den Weizen und ging davon. 26 Da nun das Kraut wuchs und Frucht brachte, da fand sich auch das Unkraut. 27 Da traten die Knechte zu dem Hausvater und sprachen: Herr, hast du nicht guten Samen auf deinen Acker gesät? Woher hat er denn das Unkraut? 28 Er sprach zu ihnen: Das hat der Feind getan. Da sagten die Knechte: Willst du das wir hingehen und es ausjäten? 29 Er sprach: Nein! auf daß ihr nicht zugleich den Weizen mit ausraufet, so ihr das Unkraut ausjätet. 30 Lasset beides miteinander wachsen bis zur Ernte; und um der Ernte Zeit will ich zu den Schnittern sagen: Sammelt zuvor das Unkraut und bindet es in Bündlein, daß man es verbrenne; aber den Weizen sammelt mir in meine Scheuer. 

In diesem Gleichnis lehrt Jesus, dass sowohl das Gute als auch das Böse bis zum Jüngsten Gericht in der Welt bestehen bleiben werden. Der Menschensohn sät die Kinder des Reiches Gottes, während der Feind diejenigen sät, die dem Bösen folgen. Auch wenn sie eine Zeit lang gemeinsam wachsen, wird Gott sie am Ende der Zeit voneinander trennen.


Das Gleichnis vom Unkraut erklärt

  • Jesus sät die guten Samen – Söhne des Königreichs

  • Der Teufel sät das Unkraut – Söhne des Bösen

  • Die Ernte ist das Ende des Zeitalters

  • Jesus wird seine Engel aussenden, um jede Ursache der Sünde und alle, die sie praktizieren, auszumerzen

 

Matthaeus 13:37-43

37...Des Menschen Sohn ist's, der da Guten Samen sät. 38 Der Acker ist die Welt. Der gute Same sind die Kinder des Reiches. Das Unkraut sind die Kinder der Bosheit. 39 Der Feind, der sie sät, ist der Teufel. Die Ernte ist das Ende der Welt. Die Schnitter sind die Engel. 40 Gleichwie man nun das Unkraut ausjätet und mit Feuer verbrennt, so wird's auch am Ende dieser Welt gehen: 41 des Menschen Sohn wird seine Engel senden; und sie werden sammeln aus seinem Reich alle Ärgernisse und die da unrecht tun, 42 und werden sie in den Feuerofen werfen; da wird sein Heulen und Zähneklappen. 43 Dann werden die Gerechten leuchten wie die Sonne in ihres Vaters Reich. Wer Ohren hat zu hören, der höre!


Das Gleichnis vom Senfkorn

In diesem Gleichnis vergleicht Jesus das Reich Gottes mit einem Senfkorn, einem der kleinsten Samen, die man in einem Garten aussät. Und doch wächst es zur größten aller Gartenpflanzen heran und wird so groß, dass Vögel in seinen Zweigen Rast finden können. Ebenso beginnt das Reich Gottes klein und bescheiden, doch letztendlich wird es zu einer allumfassenden Realität.​

  • Aus dem kleinsten Samen wächst die größte Gartenpflanze

Matthaeus 13:31-32

31...Das Himmelreich ist gleich einem Senfkorn, das ein Mensch nahm und säte es auf seinen Acker; 32 welches ist das kleinste unter allem Samen; wenn er erwächst, so ist es das größte unter dem Kohl und wird ein Baum, daß die Vögel unter dem Himmel kommen und wohnen unter seinen Zweigen. 


Das Gleichnis vom wachsenden Samen

 

In diesem Gleichnis lehrt Jesus, dass das Reich Gottes auf eine Weise wächst, die dem menschlichen Verstand oft verborgen bleibt. So wie ein Samenkorn im Boden wächst, ohne dass der Bauer weiß, wie es geschieht, so entfaltet sich Gottes Wirken in den Herzen der Menschen nach und nach, gemäß seiner Kraft und seinem Zeitplan. Das Gleichnis weist auch auf die endgültige Ernte der Seelen hin, wenn Gott sein Werk vollenden wird.

  • Das Reich Gottes wächst wie ein Samenkorn in der Erde

  • Das Wachstum vollzieht sich allmählich und oft im Verborgenen

  • Sobald die Ernte reif ist, kommt die Erntezeit (Offenbarung 14,15)

 

Mark 4:26-29

26 Und er sprach: Das Reich Gottes hat sich also, als wenn ein Mensch Samen aufs Land wirft 27 und schläft und steht auf Nacht und Tag; und der Same geht auf und wächst, daß er's nicht weiß. 28 Denn die Erde bringt von selbst zum ersten das Gras, darnach die Ähren, darnach den vollen Weizen in den Ähren. 29 Wenn sie aber die Frucht gebracht hat, so schickt er bald die Sichel hin; denn die Ernte ist da.


Das Gleichnis vom Sauerteig

In diesem Gleichnis vergleicht Jesus das Reich Gottes mit Sauerteig, der in den Teig gemischt wird. Obwohl der Sauerteig zunächst nur eine kleine Menge ist, die im Mehl verborgen ist, breitet er sich allmählich aus, bis der gesamte Teig durchsäuert ist. Ebenso beginnt das Reich Gottes auf kleine und oft unsichtbare Weise, doch sein Einfluss wächst immer weiter, bis Gottes Absichten erfüllt sind und sein Reich die Erde erfüllt

Matthaeus 13:33

33... Das Himmelreich ist gleich einem Sauerteig, den ein Weib nahm und unter drei Scheffel Mehl vermengte, bis es ganz durchsäuert ward.


Die Gleichnis vom Schatz und der Perle

 

In diesen beiden kurzen Gleichnissen vergleicht Jesus das Himmelreich mit einem verborgenen Schatz und mit einer kostbaren Perle. Beide Geschichten zeigen, dass das Reich Gottes mehr wert ist als alles, was ein Mensch besitzen kann. Wenn jemand seinen Wert wirklich erkennt, ist er bereit, alles andere aufzugeben, um es zu erlangen. Die Gleichnisse lehren uns, dass der Eintritt in Gottes Reich eine uneingeschränkte Hingabe erfordert, denn nichts auf dieser Welt ist mit dem ewigen Schatz vergleichbar, den Gott uns anbietet.

 

Matthaeus 13:44-46

44 Abermals ist gleich das Himmelreich einem verborgenem Schatz im Acker, welchen ein Mensch fand und verbarg ihn und ging hin vor Freuden über denselben und verkaufte alles, was er hatte, und kaufte den Acker. 45 Abermals ist gleich das Himmelreich einem Kaufmann, der gute Perlen suchte. 46 Und da er eine köstliche Perle fand, ging er hin und verkaufte alles, was er hatte, und kaufte sie.


Das Gleichnis vom Netz

 

In diesem Gleichnis vergleicht Jesus das Himmelreich mit einem Fischernetz, das Fische aller Art einfängt. Wenn das Netz voll ist, werden die Fische sortiert: Die guten werden behalten, die schlechten werden weggeworfen. Jesus erklärt, dass dies das Ende der Zeit symbolisiert, wenn Gott die Gerechten von den Ungerechten trennen wird. Das Gleichnis erinnert die Gläubigen daran, dass sich zwar jetzt viele Menschen um die Botschaft vom Himmelreich versammeln, aber ein endgültiges Gericht bevorsteht, bei dem nur die Gerechten in das Himmelreich eingehen werden.

  • Nur die Gerechten betreten das Himmelreich

  • Das Himmelreich ist der neue Schatz

 

Matthaeus 13:47-52

47 Abermals ist gleich das Himmelreich einem Netze, das ins Meer geworfen ist, womit man allerlei Gattung fängt. 48 Wenn es aber voll ist, so ziehen sie es heraus an das Ufer, sitzen und lesen die guten in ein Gefäß zusammen; aber die faulen werfen sie weg. 49 Also wird es auch am Ende der Welt gehen: die Engel werden ausgehen und die Bösen von den Gerechten scheiden 50 und werden sie in den Feuerofen werfen; da wird Heulen und Zähneklappen sein. 51 Und Jesus sprach zu ihnen: Habt ihr das alles verstanden? Sie sprachen: Ja, HERR. 52 Da sprach er: Darum ein jeglicher Schriftgelehrter, zum Himmelreich gelehrt, ist gleich einem Hausvater, der aus seinem Schatz Neues und Altes hervorträgt.


2. Gottes Barmherzigkeit und Erlösung

 

Viele der Geschichten Jesu drehen sich um Gottes Liebe und Barmherzigkeit. Diese Gleichnisse erinnern uns daran, dass niemand außerhalb von Gottes Reichweite ist, dass Buße Heilung bringt und dass sich der Himmel freut, wenn auch nur ein Sünder zu ihm zurückkehrt. Sie ermutigen die Gläubigen, den Wert jeder einzelnen Seele und Gottes geduldiges Suchen nach den Verlorenen zu erkennen.

The parable of the lost sheep - Gospel Images

Das Gleichnis vom verlorenen Schaf

In diesem Gleichnis verdeutlicht Jesus, wie sehr Gott seine Kinder liebt. Selbst wenn nur ein einziges Schaf sich verirrt, macht sich Gott, der Vater, aktiv auf die Suche nach ihm, denn er möchte nicht, dass auch nur eines seiner Kinder verloren geht. Die Freude im Himmel ist am größten, wenn ein verlorenes Kind wiedergefunden wird – ein Zeichen dafür, dass jede Seele für Gott kostbar ist.

  • Die Schafe sind Gottes Kinder

  • Der himmlische Vater will nicht, dass einer von ihnen umkommt

  • Er wird den Schafen nachgehen, die sich in der Welt verirren 

 

Matthaeus 18:10-14

10 Sehet zu, daß ihr nicht jemand von diesen Kleinen verachtet. Denn ich sage euch: Ihre Engel im Himmel sehen allezeit in das Angesicht meines Vaters im Himmel. 11 Denn des Menschen Sohn ist gekommen, selig zu machen, das verloren ist.
12 Was dünkt euch? Wenn irgend ein Mensch hundert Schafe hätte und eins unter ihnen sich verirrte: läßt er nicht die neunundneunzig auf den Bergen, geht hin und sucht das verirrte? 13 Und so sich's begibt, daß er's findet, wahrlich ich sage euch, er freut sich darüber mehr denn über die neunundneunzig, die nicht verirrt sind. 14 Also auch ist's vor eurem Vater im Himmel nicht der Wille, daß jemand von diesen Kleinen verloren werde.


Das Gleichnis von der verlorenen Münze

 

Jesus lehrt, dass jeder Mensch für Gott wertvoll ist. Selbst wenn nur ein Sünder verloren geht, sucht Gott ihn unermüdlich, und im Himmel herrscht große Freude, wenn er gefunden wird und Buße tut. Dieses Gleichnis unterstreicht Gottes persönliche Fürsorge und den Wert jeder einzelnen Seele.

  • Engel im Himmel freuen sich über einen Sünder, der Buße tut

Lukas 15:8-10

8 Oder welches Weib ist, die zehn Groschen hat, so sie der einen verliert, die nicht ein Licht anzünde und kehre das Haus und suche mit Fleiß, bis daß sie ihn finde? 9 Und wenn sie ihn gefunden hat, ruft sie ihre Freundinnen und Nachbarinnen und spricht: Freuet euch mit mir; denn ich habe meinen Groschen gefunden, den ich verloren hatte. 10 Also auch, sage ich euch, wird Freude sein vor den Engeln Gottes über einen Sünder, der Buße tut.

The prodigal son

Das Gleichnis vom verlorenen Sohn

Dieses Gleichnis verdeutlicht Gottes Herz für Sünder. Der jüngere Sohn steht für jeden, der sich von Gott abwendet, während der Vater Gottes Barmherzigkeit und Liebe verkörpert. Wenn ein Sünder Buße tut und zurückkehrt, empfängt Gott ihn mit Freude und Versöhnung und feiert, dass das Verlorene nun wiedergefunden wurde. Die Geschichte stellt zudem die Haltung derer, die selbstgerecht bleiben, derjenigen gegenüber, die Gnade erfahren.

  • Der Vater freut sich über einen Sohn, der Buße tut

Lukas 15:11-32

11 Und er sprach: Ein Mensch hatte zwei Söhne. 12 Und der jüngste unter ihnen sprach zu dem Vater: Gib mir, Vater, das Teil der Güter, das mir gehört. Und er teilte ihnen das Gut. 13 Und nicht lange darnach sammelte der jüngste Sohn alles zusammen und zog ferne über Land; und daselbst brachte er sein Gut um mit Prassen. 14 Da er nun all das Seine verzehrt hatte, ward eine große Teuerung durch dasselbe ganze Land, und er fing an zu darben. 15 Und ging hin und hängte sich an einen Bürger des Landes; der schickte ihn auf seinen Acker, die Säue zu hüten. 16 Und er begehrte seinen Bauch zu füllen mit Trebern, die die Säue aßen; und niemand gab sie ihm. 17 Da schlug er in sich und sprach: Wie viel Tagelöhner hat mein Vater, die Brot die Fülle haben, und ich verderbe im Hunger! 18 Ich will mich aufmachen und zu meinem Vater gehen und zu ihm sagen: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir 19 und bin hinfort nicht mehr wert, daß ich dein Sohn heiße; mache mich zu einem deiner Tagelöhner! 20 Und er machte sich auf und kam zu seinem Vater. Da er aber noch ferne von dannen war, sah ihn sein Vater, und es jammerte ihn, lief und fiel ihm um seinen Hals und küßte ihn. 21 Der Sohn aber sprach zu ihm: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir; ich bin hinfort nicht mehr wert, daß ich dein Sohn heiße. 22 Aber der Vater sprach zu seinen Knechten: Bringet das beste Kleid hervor und tut es ihm an, und gebet ihm einen Fingerreif an seine Hand und Schuhe an seine Füße, 23 und bringet ein gemästet Kalb her und schlachtet's; lasset uns essen und fröhlich sein! 24 denn dieser mein Sohn war tot und ist wieder lebendig geworden; er war verloren und ist gefunden worden. Und sie fingen an fröhlich zu sein.

The good Samaritan - Gospel Images

Das Gleichnis vom barmherzigen Samariter

 

Jesus lehrt, dass man, um das ewige Leben zu erlangen, Gott von ganzem Herzen lieben und anderen aktiv mit Nächstenliebe begegnen muss. Der Begriff „Nächster“ ist nicht durch ethnische Zugehörigkeit, Religion oder räumliche Nähe begrenzt – er umfasst jeden Bedürftigen, dem man begegnet. Wahrer Glaube zeigt sich nicht durch Regeln oder Status, sondern durch Mitgefühl und Taten gegenüber denen, die leiden.

  • Um das ewige Leben zu erben, müssen Sie Gott mit ganzem Herzen, ganzer Seele, ganzer Kraft und ganzem Verstand lieben und Ihren Nächsten lieben wie sich selbst

  • Dein Nachbar kann jeder sein, den du unterwegs triffst

 

Lukas 10:25-37

25 Und siehe, da stand ein Schriftgelehrter auf, versuchte ihn und sprach: Meister, was muß ich tun, daß ich das ewige Leben ererbe? 26 Er aber sprach zu ihm: Wie steht im Gesetz geschrieben? Wie lieset du? 27 Er antwortete und sprach: "Du sollst Gott, deinen HERRN, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von allen Kräften und von ganzem Gemüte und deinen Nächsten als dich selbst." 28 Er aber sprach zu ihm: Du hast recht geantwortet; tue das, so wirst du leben. 29 Er aber wollte sich selbst rechtfertigen und sprach zu Jesus: "Wer ist denn mein Nächster?" 30 Da antwortete Jesus und sprach: Es war ein Mensch, der ging von Jerusalem hinab gen Jericho und fiel unter die Mörder; die zogen ihn aus und schlugen ihn und gingen davon und ließen ihn halbtot liegen. 31 Es begab sich aber ungefähr, daß ein Priester dieselbe Straße hinabzog; und da er ihn sah, ging er vorüber. 32 Desgleichen auch ein Levit; da er kam zu der Stätte und sah ihn, ging er vorüber. 33 Ein Samariter aber reiste und kam dahin; und da er ihn sah, jammerte ihn sein, 34 ging zu ihm, verband ihm seine Wunden und goß darein Öl und Wein und hob ihn auf sein Tier und führte ihn in die Herberge und pflegte sein. 35 Des anderen Tages reiste er und zog heraus zwei Groschen und gab sie dem Wirte und sprach zu ihm: Pflege sein; und so du was mehr wirst dartun, will ich dir's bezahlen, wenn ich wiederkomme. 36 Welcher dünkt dich, der unter diesen Dreien der Nächste sei gewesen dem, der unter die Mörder gefallen war? 37 Er sprach: Der die Barmherzigkeit an ihn tat. Da sprach Jesus zu ihm: So gehe hin und tue desgleichen!


Das Gleichnis vom unbarmherzigen Knecht

Dieses Gleichnis lehrt uns, dass Gott von seinem Volk erwartet, anderen so zu vergeben, wie er ihnen vergeben hat. Gottes Barmherzigkeit uns gegenüber ist unermesslich, weit größer, als wir es jemals zurückzahlen könnten, und die riesige Schuld des Dieners steht für die Tiefe unserer Sünde. Wer Gottes Vergebung empfängt, muss anderen dieselbe Barmherzigkeit entgegenbringen und ihnen immer wieder von Herzen vergeben. Jesus macht deutlich, dass es ewige Folgen hat, wenn man anderen nicht von Herzen vergibt – wer Barmherzigkeit verweigert, riskiert das Gericht und die ewige Trennung von Gott.

  • Vergebung sollte immer wieder gewährt werden

  • Der König steht für Gott, der denen Barmherzigkeit erweist, die ihre Schuld nicht zurückzahlen können

  • Die enorme Schuld des Dieners steht für die Größe der menschlichen Sünde

  • Wer Gottes Vergebung empfängt, muss anderen vergeben

  • Gott erwartet von seinem Volk, dass es anderen von Herzen vergibt

Matthaeus 18:21-35

21 Da trat Petrus zu ihm und sprach: HERR, wie oft muß ich denn meinem Bruder, der an mir sündigt, vergeben? Ist's genug siebenmal? 22 Jesus sprach zu ihm: Ich sage dir: Nicht siebenmal, sondern siebzigmal siebenmal. 23 Darum ist das Himmelreich gleich einem König, der mit seinen Knechten rechnen wollte. 24 Und als er anfing zu rechnen, kam ihm einer vor, der war ihm zehntausend Pfund schuldig. 25 Da er's nun nicht hatte, zu bezahlen, hieß der Herr verkaufen ihn und sein Weib und seine Kinder und alles, was er hatte, und bezahlen. 26 Da fiel der Knecht nieder und betete ihn an und sprach: Herr, habe Geduld mit mir, ich will dir's alles bezahlen. 27 Da jammerte den Herrn des Knechtes, und er ließ ihn los, und die Schuld erließ er ihm auch. 28 Da ging derselbe Knecht hinaus und fand einen seiner Mitknechte, der war ihm hundert Groschen schuldig; und er griff ihn an und würgte ihn und sprach: Bezahle mir, was du mir schuldig bist! 29 Da fiel sein Mitknecht nieder und bat ihn und sprach: Habe Geduld mit mir; ich will dir's alles bezahlen. 30 Er wollte aber nicht, sondern ging hin und warf ihn ins Gefängnis, bis daß er bezahlte, was er schuldig war. 31 Da aber seine Mitknechte solches sahen, wurden sie sehr betrübt und kamen und brachten vor ihren Herrn alles, was sich begeben hatte. 32 Da forderte ihn sein Herr vor sich und sprach zu ihm: Du Schalksknecht, alle diese Schuld habe ich dir erlassen, dieweil du mich batest; 33 solltest du denn dich nicht auch erbarmen über deinen Mitknecht, wie ich mich über dich erbarmt habe? 34 Und sein Herr ward sehr zornig und überantwortete ihn den Peinigern, bis daß er bezahlte alles, was er ihm schuldig war. 35 Also wird euch mein himmlischer Vater auch tun, so ihr nicht vergebt von eurem Herzen, ein jeglicher seinem Bruder seine Fehler.


3. Wahrer Gehorsam und Treue

Manche Gleichnisse fordern die Gläubigen dazu auf, ihr Herz zu prüfen und ein Leben im Glauben zu führen. Sie lehren, dass Gott Demut, Gehorsam und Bereitschaft höher schätzt als bloße Worte oder Äußerlichkeiten. Durch diese Geschichten ruft Jesus uns dazu auf, wachsam zu bleiben, im Glauben durchzuhalten und ein Leben im Glauben zu führen, während wir auf seine Wiederkunft warten.


Das Gleichnis von den zwei Söhnen

 

In diesem Gleichnis lehrt Jesus, dass es für Gott darauf ankommt, seinen Willen zu tun, und nicht nur zu behaupten, ihm zu gehorchen. Der eine Sohn weigert sich zunächst, gehorcht aber später, während der andere Gehorsam verspricht, dies aber nie in die Tat umsetzt. Jesus nutzt dieses Beispiel, um zu zeigen, dass diejenigen, die Buße tun und Gott gehorchen – auch wenn sie zuvor in Sünde gelebt haben –, in das Reich Gottes kommen werden, während diejenigen, die sich als gerecht bezeichnen, sich aber weigern zu glauben und zu gehorchen, dies nicht tun werden.

  • Diejenigen, die den Willen des Vaters tun, betreten das Himmelreich

Matthaeus 21:28-32

28 Was dünkt euch aber? Es hatte ein Mann zwei Söhne und ging zu dem ersten und sprach: Mein Sohn, gehe hin und arbeite heute in meinem Weinberg. 29 Er antwortete aber und sprach: Ich will's nicht tun. Darnach reute es ihn und er ging hin. 30 Und er ging zum andern und sprach gleichalso. Er antwortete aber und sprach: Herr, ja! -und ging nicht hin. 31 Welcher unter den zweien hat des Vaters Willen getan? Sie sprachen zu ihm: Der erste. Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich ich sage euch: Die Zöllner und Huren mögen wohl eher ins Himmelreich kommen denn ihr. 32 Johannes kam zu euch und lehrte euch den rechten Weg, und ihr glaubtet ihm nicht; aber die Zöllner und Huren glaubten ihm. Und ob ihr's wohl sahet, tatet ihr dennoch nicht Buße, daß ihr ihm darnach auch geglaubt hättet.

The parable of the ten virgins - Gospel Images

Das Gleichnis von den zehn Jungfrauen

 

In diesem Gleichnis lehrt Jesus, dass nicht jeder, der berufen ist, bereit sein wird, wenn er wiederkommt. Alle zehn Jungfrauen erwarten den Bräutigam, doch nur diejenigen, die Öl in ihren Lampen haben, sind bereit, ihm zu begegnen. Das Öl steht für die Gerechtigkeit, die geistliches Licht hervorbringt. Wenn der Bräutigam kommt, dürfen die, die bereit sind, das Hochzeitsmahl betreten, während die anderen ausgeschlossen bleiben. Das Gleichnis mahnt die Gläubigen, geistlich bereit zu bleiben, denn wenn Christus wiederkommt, ist die Gelegenheit zur Vorbereitung vorbei.

  • Die Jungfrauen sind die Berufenen

  • Der Bräutigam ist Jesus

  • Das Öl bringt Licht (Gerechtigkeit) hervor (3.Mose 5:11Matthäus 5:16)

  • Die Jungfrauen ohne Öl wurden nicht auserwählt (Matthäus 22:14), weil sie kein Licht (Gerechtigkeit) hatten und Jesus sie nicht kannte (Matthäus 7:23).

 

Matthaeus 25:1-13

1 Dann wird das Himmelreich gleich sein zehn Jungfrauen, die ihre Lampen nahmen und gingen aus, dem Bräutigam entgegen. 2 Aber fünf unter ihnen waren töricht, und fünf waren klug. 3 Die törichten nahmen Öl in ihren Lampen; aber sie nahmen nicht Öl mit sich. 4 Die klugen aber nahmen Öl in ihren Gefäßen samt ihren Lampen. 5 Da nun der Bräutigam verzog, wurden sie alle schläfrig und schliefen ein. 6 Zur Mitternacht aber ward ein Geschrei: Siehe, der Bräutigam kommt; geht aus ihm entgegen! 7 Da standen diese Jungfrauen alle auf und schmückten ihre Lampen. 8 Die törichten aber sprachen zu den klugen: Gebt uns von eurem Öl, denn unsere Lampen verlöschen. 9 Da antworteten die klugen und sprachen: Nicht also, auf daß nicht uns und euch gebreche; geht aber hin zu den Krämern und kauft für euch selbst. 10 Und da sie hingingen, zu kaufen, kam der Bräutigam; und die bereit waren, gingen mit ihm hinein zur Hochzeit, und die Tür ward verschlossen. 11 Zuletzt kamen auch die anderen Jungfrauen und sprachen: Herr, Herr, tu uns auf! 12 Er antwortete aber und sprach: Wahrlich ich sage euch: Ich kenne euch nicht. 13 Darum wachet; denn ihr wisset weder Tag noch Stunde, in welcher des Mensc hen Sohn kommen wird.


Das Gleichnis von den Talenten

In diesem Gleichnis lehrt Jesus, dass Gott seinen Dienern Aufgaben, Fähigkeiten und Mittel entsprechend ihren Möglichkeiten anvertraut. Von jedem Einzelnen wird erwartet, dass er das, was ihm gegeben wurde, nutzt, um Gott zu dienen und seine Ziele zu verwirklichen. Diejenigen, die treu sind und Frucht bringen, werden belohnt, wenn der Herr wiederkommt; diejenigen jedoch, die das, was ihnen anvertraut wurde, vernachlässigen und nicht treu handeln, werden dem Gericht gegenüberstehen.

  • Wir werden entsprechend unseren eigenen Fähigkeiten beschenkt

  • Wer seine Gaben nutzt und Frucht bringt, wird belohnt

  • Diejenigen, die ihre Gaben nicht nutzen, sind auf dem Weg zur Hölle

 

Matthaeus 25:14-30

14 Gleichwie ein Mensch, der über Land zog, rief seine Knechte und tat ihnen seine Güter aus; 15 und einem gab er fünf Zentner, dem andern zwei, dem dritten einen, einem jedem nach seinem Vermögen, und zog bald hinweg. 16 Da ging der hin, der fünf Zentner empfangen hatte, und handelte mit ihnen und gewann andere fünf Zentner. 17 Desgleichen, der zwei Zentner empfangen hatte, gewann auch zwei andere. 18 Der aber einen empfangen hatte, ging hin und machte eine Grube in die Erde und verbarg seines Herrn Geld. 19 Über eine lange Zeit kam der Herr dieser Knechte und hielt Rechenschaft mit ihnen. 20 Da trat herzu, der fünf Zentner empfangen hatte, und legte andere fünf Zentner dar und sprach: Herr, du hast mir fünf Zentner ausgetan; siehe da, ich habe damit andere fünf Zentner gewonnen. 21 Da sprach sein Herr zu ihm: Ei, du frommer und getreuer Knecht, du bist über wenigem getreu gewesen, ich will dich über viel setzen; gehe ein zu deines Herrn Freude! 22 Da trat auch herzu, der zwei Zentner erhalten hatte, und sprach: Herr, du hast mir zwei Zentner gegeben; siehe da, ich habe mit ihnen zwei andere gewonnen. 23 Sein Herr sprach zu ihm: Ei du frommer und getreuer Knecht, du bist über wenigem getreu gewesen, ich will dich über viel setzen; gehe ein zu deines Herrn Freude! 24 Da trat auch herzu, der einen Zentner empfangen hatte, und sprach: Herr, ich wußte, das du ein harter Mann bist: du schneidest, wo du nicht gesät hast, und sammelst, wo du nicht gestreut hast; 25 und fürchtete mich, ging hin und verbarg deinen Zentner in die Erde. Siehe, da hast du das Deine. 26 Sein Herr aber antwortete und sprach zu ihm: Du Schalk und fauler Knecht! wußtest du, daß ich schneide, da ich nicht gesät habe, und sammle, da ich nicht gestreut habe? 27 So solltest du mein Geld zu den Wechslern getan haben, und wenn ich gekommen wäre, hätte ich das Meine zu mir genommen mit Zinsen. 28 Darum nehmt von ihm den Zentner und gebt es dem, der zehn Zentner hat. 29 Denn wer da hat, dem wird gegeben werden, und er wird die Fülle haben; wer aber nicht hat, dem wird auch, was er hat, genommen werden. 30 Und den unnützen Knecht werft hinaus in die Finsternis; da wird sein Heulen und Zähneklappen.


Das Gleichnis von der beharrlichen Witwe

 

In diesem Gleichnis lehrt Jesus, dass Gläubige unablässig beten und nicht den Mut verlieren sollen. Eine Witwe bittet einen ungerechten Richter wiederholt um Gerechtigkeit, und schließlich gibt er ihrer Bitte aufgrund ihrer Beharrlichkeit statt. Jesus stellt dem Gott gegenüber, der gerecht ist und seinem Volk zuhört. Wenn schon ein ungerechter Richter auf beharrliche Bitten eingeht, können Gläubige darauf vertrauen, dass Gott ihre Gebete erhört und denen Gerechtigkeit widerfahren lässt, die zu ihm rufen.

  • Wir müssen jederzeit für Gerechtigkeit beten und dürfen nicht den Mut verlieren

 

Lukas 18:1-8

1 Er sagte ihnen aber ein Gleichnis davon, daß man allezeit beten und nicht laß werden solle, 2 und sprach: Es war ein Richter in einer Stadt, der fürchtete sich nicht vor Gott und scheute sich vor keinem Menschen. 3 Es war aber eine Witwe in dieser Stadt, die kam zu ihm und sprach: Rette mich von meinem Widersacher! 4 Und er wollte lange nicht. Darnach aber dachte er bei sich selbst: Ob ich mich schon vor Gott nicht fürchte noch vor keinem Menschen scheue, 5 dieweil aber mir diese Witwe so viel Mühe macht, will ich sie retten, auf daß sie nicht zuletzt komme und betäube mich. 6 Da sprach der HERR: Höret hier, was der ungerechte Richter sagt! 7 Sollte aber Gott nicht auch retten seine Auserwählten, die zu ihm Tag und Nacht rufen, und sollte er's mit ihnen verziehen? 8 Ich sage euch: Er wird sie erretten in einer Kürze. Doch wenn des Menschen Sohn kommen wird, meinst du, daß er auch werde Glauben finden auf Erden?


Das Gleichnis vom unfruchtbaren Feigenbaum

In diesem Gleichnis warnt Jesus, dass Gott von seinem Volk erwartet, geistliche Früchte zu tragen. Der Feigenbaum steht für ein Leben, dem Zeit, Fürsorge und die Möglichkeit zum Wachsen gegeben wurden, das aber dennoch nichts hervorbringt. Gott ist geduldig und räumt Zeit zur Umkehr ein, doch diese Geduld ist nicht unendlich. Wenn ein Leben trotz wiederholter Gelegenheiten unfruchtbar bleibt, wird schließlich das Gericht kommen.

  • Uns wird genügend Zeit und Fähigkeit gegeben, Früchte zu produzieren

  • Wenn wir keine Frucht bringen, wird unser Leben verkürzt

 

Lukas 13:6-9

6 Er sagte ihnen aber dies Gleichnis: Es hatte einer einen Feigenbaum, der war gepflanzt in seinem Weinberge; und er kam und suchte Frucht darauf, und fand sie nicht. 7 Da sprach er zu dem Weingärtner: Siehe, ich bin nun drei Jahre lang alle Jahre gekommen und habe Frucht gesucht auf diesem Feigenbaum, und finde sie nicht. Haue ihn ab! was hindert er das Land? 8 Er aber antwortete und sprach zu ihm: Herr, laß ihn noch dies Jahr, bis daß ich um ihn grabe und bedünge ihn, 9 ob er wolle Frucht bringen, wo nicht so haue ihn darnach ab.


Das Gleichnis vom Salz und vom Licht

In dieser Lehre erläutert Jesus die Rolle seiner Nachfolger in der Welt. Gläubige sind dazu berufen, wie Salz zu sein, das konserviert und Geschmack verleiht, und wie Licht, das in der Finsternis leuchtet. Ihr Leben sollte durch ihre Worte und Taten Gottes Wahrheit widerspiegeln. Wenn Gläubige ihren besonderen Charakter verlieren oder ihren Glauben verbergen, erfüllen sie den Zweck nicht, den Gott ihnen gegeben hat.

  • Gläubige sind das Salz der Erde

  • Salz, das seinen Geschmack verliert, wird nutzlos.

  • Gläubige sind das Licht der Welt

  • Das Licht sollte nicht versteckt werden.

  • Gute Werke verherrlichen Gott

 

Matthäus 5:13-16

13 Ihr seid das Salz der Erde. Wenn aber das Salz seine Kraft verliert, womit soll man es wieder salzig machen? Es taugt zu nichts mehr, als dass es weggeworfen und von den Leuten zertreten wird. 14 Ihr seid das Licht der Welt. Eine Stadt, die auf einem Berg liegt, kann nicht verborgen bleiben. 15 Man zündet auch nicht ein Licht an und stellt es unter einen Scheffel, sondern auf einen Leuchter; so leuchtet es allen im Haus. 16 So soll euer Licht vor den Menschen leuchten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.


Das Gleichnis von der Bereitschaft zu jeder Stunde

In dieser Lehre warnt Jesus, dass niemand den genauen Zeitpunkt seiner Wiederkunft kennt. So wie die Menschen in den Tagen Noahs vor der Sintflut ein normales Leben führten, werden viele unvorbereitet sein, wenn der Menschensohn kommt. Aus diesem Grund sind die Gläubigen aufgerufen, wachsam und treu zu bleiben. Diejenigen, die weiterhin ihre Pflicht erfüllen und gehorsam leben, werden belohnt werden; diejenigen jedoch, die nachlässig werden und davon ausgehen, dass der Herr zögern wird, werden dem Gericht gegenüberstehen, wenn er unerwartet wiederkommt.

  • Niemand kennt den Tag oder die Stunde der Wiederkunft des Menschensohnes

  • Das Kommen Christi wird plötzlich sein, wie die Sintflut in den Tagen Noahs

  • Viele werden ihrem gewohnten Leben nachgehen und unvorbereitet sein

  • Einige werden entrückt werden, andere zurückbleiben

  • Gläubige müssen wachsam und bereit bleiben

  • Ein treuer Diener erfüllt seine Pflicht weiter, bis der Herr zurückkehrt

  • Treue Diener werden mit größerer Verantwortung belohnt

  • Ein böser Diener geht davon aus, dass sich der Herr verspätet, und lebt sorglos

  • Der Herr wird unerwartet zurückkehren und den untreuen Diener richten

 

Matthäus 24:36-51

36 Von dem Tage aber und von der Stunde weiß niemand, auch die Engel nicht im Himmel, sondern allein mein Vater. 37 Aber gleichwie es zur Zeit Noah's war, also wird auch sein die Zukunft des Menschensohnes. 38 Denn gleichwie sie waren in den Tagen vor der Sintflut, sie aßen, sie tranken, sie freiten und ließen sich freien, bis an den Tag, da Noah zu der Arche einging. 39 und achteten's nicht, bis die Sintflut kam und nahm sie alle dahin, also wird auch sein die Zukunft des Menschensohnes. 40 Dann werden zwei auf dem Felde sein; einer wird angenommen, und der andere wird verlassen werden. 41 Zwei werden mahlen auf der Mühle; eine wird angenommen, und die andere wird verlassen werden. 42 Darum wachet, denn ihr wisset nicht, welche Stunde euer HERR kommen wird. 43 Das sollt ihr aber wissen: Wenn der Hausvater wüßte, welche Stunde der Dieb kommen wollte, so würde er ja wachen und nicht in sein Haus brechen lassen. 44 Darum seid ihr auch bereit; denn des Menschen Sohn wird kommen zu einer Stunde, da ihr's nicht meinet. 45 Welcher ist aber nun ein treuer und kluger Knecht, den der Herr gesetzt hat über sein Gesinde, daß er ihnen zu rechter Zeit Speise gebe? 46 Selig ist der Knecht, wenn sein Herr kommt und findet ihn also tun. 47 Wahrlich ich sage euch: Er wird ihn über alle seine Güter setzen. 48 So aber jener, der böse Knecht, wird in seinem Herzen sagen: Mein Herr kommt noch lange nicht, 49 und fängt an zu schlagen seine Mitknechte, ißt und trinkt mit den Trunkenen: 50 so wird der Herr des Knechtes kommen an dem Tage, des er sich nicht versieht, und zu einer Stunde, die er nicht meint, 51 und wird ihn zerscheitern und wird ihm den Lohn geben mit den Heuchlern: da wird sein Heulen und Zähneklappen.


Das Gleichnis vom Kostenzählen

In dieser Lehre erklärt Jesus, dass die Nachfolge vollkommene Hingabe erfordert. Anhand der Beispiele eines Mannes, der einen Turm baut, und eines Königs, der sich auf den Krieg vorbereitet, zeigt er, dass man die Kosten sorgfältig abwägen muss, bevor man sein Jünger wird. Wahre Nachfolge bedeutet, Christus über Familie, Besitz und sogar das eigene Leben zu stellen und bereit zu sein, um seinetwillen Opfer und Leiden auf sich zu nehmen.

  • Jesus nachzufolgen erfordert völlige Hingabe

  • Ein Jünger muss Christus mehr lieben als seine Familie und sogar mehr als sein eigenes Leben

  • Das Tragen des Kreuzes steht für Opferbereitschaft und die Bereitschaft, für Christus zu leide

  • Ein Baumeister wägt die Kosten ab, bevor er mit dem Bau eines Turms beginnt

  • Ein König wägt seine Kräfte ab, bevor er in den Krieg zieht

  • Wahre Jünger müssen bereit sein, alles aufzugeben, um Christus nachzufolgen

 

Lukas 14:25-33

25 Es ging aber viel Volks mit ihm; und er wandte sich und sprach zu ihnen: 26 So jemand zu mir kommt und haßt nicht seinen Vater, Mutter, Weib, Kinder, Brüder, Schwestern, auch dazu sein eigen Leben, der kann nicht mein Jünger sein. 27 Und wer nicht sein Kreuz trägt und mir nachfolgt, der kann nicht mein Jünger sein. 28 Wer ist aber unter euch, der einen Turm bauen will, und sitzt nicht zuvor und überschlägt die Kosten, ob er's habe, hinauszuführen? 29 auf daß nicht, wo er Grund gelegt hat und kann's nicht hinausführen, alle, die es sehen, fangen an, sein zu spotten, 30 und sagen: Dieser Mensch hob an zu bauen, und kann's nicht hinausführen. 31 Oder welcher König will sich begeben in einen Streit wider einen andern König und sitzt nicht zuvor und ratschlagt, ob er könne mit zehntausend begegnen dem, der über ihn kommt mit zwanzigtausend? 32 Wo nicht, so schickt er Botschaft, wenn jener noch ferne ist, und bittet um Frieden. 33 Also muß auch ein jeglicher unter euch, der nicht absagt allem, was er hat, kann nicht mein Jünger sein.


4. Gottes Gnade und Prioritäten

 

Diese Gleichnisse legen den Schwerpunkt auf Gottes großzügiges Herz und die Entscheidungen, die Gläubige in Bezug auf ihre Zeit, ihren Reichtum und ihre Prioritäten treffen. Sie erinnern uns daran, dass Gott alle in sein Reich einlädt, von uns verantwortungsvollen Umgang mit seinen Gaben erwartet und unsere Antwort auf seine Gnade höher schätzt als weltlichen Erfolg oder Selbstgerechtigkeit.


Das Gleichnis von den Arbeitern

 

In diesem Gleichnis lehrt Jesus, dass das Himmelreich nicht nach menschlichen Vorstellungen von Verdienst oder Belohnung funktioniert. Der Gutsbesitzer steht für Gott, der die Menschen zu unterschiedlichen Zeiten in sein Reich ruft, aber allen das gleiche Geschenk der Erlösung schenkt. Diejenigen, die später kommen, erhalten dieselbe Gnade wie diejenigen, die schon länger dienen. Das Gleichnis zeigt, dass Gott großzügig und souverän in seiner Art zu geben ist, und es warnt vor Eifersucht oder Stolz unter denen, die glauben, sie hätten mehr verdient.

 

  • Im Himmelreich werden die Letzten die Ersten und die Ersten die Letzten sein

Matthaeus 20:1-16

1 Das Himmelreich ist gleich einem Hausvater, der am Morgen ausging, Arbeiter zu mieten in seinen Weinberg. 2 Und da er mit den Arbeitern eins ward um einen Groschen zum Tagelohn, sandte er sie in seinen Weinberg. 3 Und ging aus um die dritte Stunde und sah andere an dem Markte müßig stehen 4 und sprach zu ihnen: Gehet ihr auch hin in den Weinberg; ich will euch geben, was recht ist. 5 Und sie gingen hin. Abermals ging er aus um die sechste und die neunte Stunde und tat gleichalso. 6 Um die elfte Stunde aber ging er aus und fand andere müßig stehen und sprach zu ihnen: Was steht ihr hier den ganzen Tag müßig? 7 Sie sprachen zu ihm: Es hat uns niemand gedingt. Er sprach zu ihnen: Gehet ihr auch hin in den Weinberg, und was recht sein wird, soll euch werden. 8 Da es nun Abend ward, sprach der Herr des Weinberges zu seinem Schaffner: Rufe die Arbeiter und gib ihnen den Lohn und heb an an den Letzten bis zu den Ersten. 9 Da kamen, die um die elfte Stunde gedingt waren, und empfing ein jeglicher seinen Groschen. 10 Da aber die ersten kamen, meinten sie, sie würden mehr empfangen; und sie empfingen auch ein jeglicher seinen Groschen. 11 Und da sie den empfingen, murrten sie wider den Hausvater 12 und sprachen: Diese haben nur eine Stunde gearbeitet, und du hast sie uns gleich gemacht, die wir des Tages Last und die Hitze getragen haben. 13 Er antwortete aber und sagte zu einem unter ihnen: Mein Freund, ich tue dir nicht Unrecht. Bist du nicht mit mir eins geworden für einen Groschen? 14 Nimm, was dein ist, und gehe hin! Ich will aber diesem letzten geben gleich wie dir. 15 Oder habe ich nicht Macht, zu tun, was ich will, mit dem Meinen? Siehst du darum so scheel, daß ich so gütig bin? 16 Also werden die Letzten die Ersten und die Ersten die Letzten sein. Denn viele sind berufen, aber wenige auserwählt.

Invitation to the feast - Gospel Images

Das Gleichnis vom Bankett

In diesem Gleichnis vergleicht Jesus das Himmelreich mit einem König, der ein Hochzeitsfest für seinen Sohn vorbereitet. Die ersten geladenen Gäste stehen für das Volk Israel, das Gottes Einladung abgelehnt und sogar seine Boten verfolgt hat. Aufgrund ihrer Ablehnung wurde die Einladung an andere weitergereicht, was die Einbeziehung der Heiden symbolisiert. Der Eintritt in das Reich Gottes erfordert jedoch nach wie vor angemessene Hochzeitskleider, die die von Gott geforderte Gerechtigkeit symbolisieren. Diejenigen, die Gottes Einladung ablehnen oder versuchen, ohne diese Gerechtigkeit einzutreten, werden letztendlich dem Gericht gegenüberstehen.

  • Das Hochzeitsbankett wird vom Vater für seinen Sohn vorbereitet

  • Das Bankett ist das Königreich des Himmels

  • Die Eingeladenen weigerten sich zu kommen (Israel)

  • Der Rest (Nichtjuden), der eingeladen wurde, musste in Hochzeitskleidung kommen (Gerechtigkeit)

  • Diejenigen ohne Hochzeitskleidung wurden in die äußere Dunkelheit (Hölle) geworfen

 

Matthaeus 22:1-14

1 Und Jesus antwortete und redete abermals durch Gleichnisse zu ihnen und sprach: 2 Das Himmelreich ist gleich einem Könige, der seinem Sohn Hochzeit machte. 3 Und sandte seine Knechte aus, daß sie die Gäste zur Hochzeit riefen; und sie wollten nicht kommen. 4 Abermals sandte er andere Knechte aus und sprach: Sagt den Gästen: Siehe, meine Mahlzeit habe ich bereitet, meine Ochsen und mein Mastvieh ist geschlachtet und alles ist bereit; kommt zur Hochzeit! 5 Aber sie verachteten das und gingen hin, einer auf seinen Acker, der andere zu seiner Hantierung; 6 etliche griffen seine Knechte, höhnten sie und töteten sie. 7 Da das der König hörte, ward er zornig und schickte seine Heere aus und brachte diese Mörder um und zündete ihre Stadt an. 8 Da sprach er zu seinen Knechten: Die Hochzeit ist zwar bereit, aber die Gäste waren's nicht wert. 9 Darum gehet hin auf die Straßen und ladet zur Hochzeit, wen ihr findet. 10 Und die Knechte gingen aus auf die Straßen und brachten zusammen, wen sie fanden, Böse und Gute; und die Tische wurden alle voll. 11 Da ging der König hinein, die Gäste zu besehen, und sah allda einen Menschen, der hatte kein hochzeitlich Kleid an; 12 und er sprach zu ihm: Freund, wie bist du hereingekommen und hast doch kein hochzeitlich Kleid an? Er aber verstummte. 13 Da sprach der König zu seinen Dienern: Bindet ihm Hände und Füße und werfet ihn in die Finsternis hinaus! da wird sein Heulen und Zähneklappen. 14 Denn viele sind berufen, aber wenige sind auserwählt.


Das Gleichnis von den Gästen

 

In diesem Gleichnis lehrt Jesus, dass diejenigen, die nach Ehre für sich selbst streben, letztendlich gedemütigt werden, während diejenigen, die sich selbst erniedrigen, erhöht werden. Er warnt davor, in diesem Leben nach Anerkennung und Belohnung von Menschen zu streben. Stattdessen sollten Gläubige denen, die es ihnen nicht zurückzahlen können, mit Demut und Großzügigkeit begegnen und darauf vertrauen, dass Gott sie bei der Auferstehung der Gerechten belohnen wird.

  • Jeder, der sich selbst erhöht, wird demütigt

  • Wer sich erniedrigt, wird erhöht

  • Wenn es dir auf Erden belohnt wird, wird es im Himmel keine Belohnung geben

 

Lukas 14:7-14

7 Er sagte aber ein Gleichnis zu den Gästen, da er merkte, wie sie erwählten obenan zu sitzen, und sprach zu ihnen: 8 Wenn du von jemand geladen wirst zur Hochzeit, so setze dich nicht obenan, daß nicht etwa ein Vornehmerer denn du von ihm geladen sei, 9 und dann komme, der dich und ihn geladen hat, und spreche zu dir: Weiche diesem! und du müssest dann mit Scham untenan sitzen. 10 Sondern wenn du geladen wirst, so gehe hin und setze dich untenan, auf daß, wenn da kommt, der dich geladen hat, er spreche zu dir: Freund, rücke hinauf! Dann wirst du Ehre haben vor denen, die mit dir am Tische sitzen. 11 Denn wer sich selbst erhöht, der soll erniedrigt werden; und wer sich selbst erniedrigt, der soll erhöht werden. 12 Er sprach auch zu dem, der ihn geladen hatte: Wenn du ein Mittags-oder Abendmahl machst, so lade nicht deine Freunde noch deine Brüder noch deine Gefreunden noch deine Nachbarn, die da reich sind, auf daß sie dich nicht etwa wieder laden und dir vergolten werde. 13 Sondern wenn du ein Mahl machst, so lade die Armen, die Krüppel, die Lahmen, die Blinden, 14 so bist du selig; denn sie haben's dir nicht zu vergelten, es wird dir aber vergolten werden in der Auferstehung der Gerechten.


Das Gleichnis von den bösen Mietern

In diesem Gleichnis spricht Jesus direkt über die Geschichte Israels und die Ablehnung der Boten Gottes. Gott vertraute sein Volk seinen Führern an und erwartete von ihnen, dass sie die Frucht der Gerechtigkeit hervorbringen würden. Stattdessen lehnten die Führer die Propheten, die Gott zu ihnen gesandt hatte, wiederholt ab und misshandelten sie. Schließlich sandte Gott seinen Sohn Jesus, doch auch er sollte abgelehnt und getötet werden. Aufgrund dieser Ablehnung verkündet Jesus, dass das Reich Gottes diesen Führern genommen und anderen gegeben werde, die seine Frucht hervorbringen werden.

  • Gott ist der Grundbesitzer, der einen Weinberg gepflanzt hat (Denn der Weinberg des HERRN der Heerscharen ist das Haus Israel ... Jesaja 5:1-7)

  • Mieter sind die Ältesten Israels, die dafür verantwortlich sind, das Volk gemäß Gottes Gesetz zu führen

  • Die Frucht ist Gerechtigkeit

  • Die Diener sind Gottes Propheten (Immer wieder sandte Jahwe, der Gott ihrer Väter, durch seine Gesandten Botschaften an sein Volk, weil er Mitleid mit ihnen und seiner Wohnstätte hatte. 2. Chronik 36:15)

  • Der Sohn ist Jesus

  • Das Reich Gottes wird von Israel genommen und den Menschen gegeben, die seine Frucht (Gerechtigkeit) hervorbringen.

 

Matthaeus 21:33-45

33 Höret ein anderes Gleichnis: Es war ein Hausvater, der pflanzte einen Weinberg und führte einen Zaun darum und grub eine Kelter darin und baute einen Turm und tat ihn den Weingärtnern aus und zog über Land. 34 Da nun herbeikam die Zeit der Früchte, sandte er seine Knechte zu den Weingärtnern, daß sie seine Früchte empfingen. 35 Da nahmen die Weingärtner seine Knechte; einen stäupten sie, den andern töteten sie, den dritten steinigten sie. 36 Abermals sandte er andere Knechte, mehr denn der ersten waren; und sie taten ihnen gleichalso. 37 Darnach sandte er seinen Sohn zu ihnen und sprach: Sie werden sich vor meinem Sohn scheuen. 38 Da aber die Weingärtner den Sohn sahen, sprachen sie untereinander: Das ist der Erbe; kommt laßt uns ihn töten und sein Erbgut an uns bringen! 39 Und sie nahmen ihn und stießen ihn zum Weinberg hinaus und töteten ihn. 40 Wenn nun der Herr des Weinberges kommen wird, was wird er diesen Weingärtnern tun? 41 Sie sprachen zu ihm: Er wird die Bösewichte übel umbringen und seinen Weinberg anderen Weingärtnern austun, die ihm die Früchte zur rechten Zeit geben. 42 Jesus sprach zu ihnen: Habt ihr nie gelesen in der Schrift: "Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, der ist zum Eckstein geworden. Von dem HERRN ist das geschehen, und es ist wunderbar vor unseren Augen"? 43 Darum sage ich euch: Das Reich Gottes wird von euch genommen und einem Volke gegeben werden, das seine Früchte bringt. 44 Und wer auf diesen Stein fällt, der wird zerschellen; auf wen aber er fällt, den wird er zermalmen. 45 Und da die Hohenpriester und Pharisäer seine Gleichnisse hörten, verstanden sie, daß er von ihnen redete.


Das Gleichnis vom reichen Narren

 

In diesem Gleichnis warnt Jesus vor der Gefahr der Gier und dem Vertrauen auf materiellen Reichtum. Der reiche Mann konzentriert sich darauf, sich Besitztümer anzuhäufen, und glaubt, sein Reichtum werde seine Zukunft sichern. Doch als sein Leben plötzlich endet, bleibt alles, was er angehäuft hat, zurück. Jesus stellt den irdischen Reichtum, der vergänglich ist und das Leben nicht bewahren kann, dem wahren Reichtum gegenüber – nämlich Gott zu kennen, sein Reich zu suchen und Schätze anzuhäufen, die ewigen Wert haben.

  • Hüten Sie sich vor jeder Form von Gier

  • Wer auf Erden Schätze für sich anhäuft, wird alles verlieren

 

Lukas 12:13-21

13 Es sprach aber einer aus dem Volk zu ihm: Meister, sage meinem Bruder, daß er mit mir das Erbe teile. 14 Er aber sprach zu ihm: Mensch, wer hat mich zum Richter oder Erbschichter über euch gesetzt? 15 Und er sprach zu ihnen: Sehet zu und hütet euch vor dem Geiz; denn niemand lebt davon, daß er viele Güter hat. 16 Und er sagte ihnen ein Gleichnis und sprach: Es war ein reicher Mensch, das Feld hatte wohl getragen. 17 Und er gedachte bei sich selbst und sprach: Was soll ich tun? Ich habe nicht, da ich meine Früchte hin sammle. 18 Und sprach: Das will ich tun: ich will meine Scheunen abbrechen und größere bauen und will drein sammeln alles, was mir gewachsen ist, und meine Güter; 19 und will sagen zu meiner Seele: Liebe Seele, du hast einen großen Vorrat auf viele Jahre; habe nun Ruhe, iß, trink und habe guten Mut! 20 Aber Gott sprach zu ihm: Du Narr! diese Nacht wird man deine Seele von dir fordern; und wes wird's sein, das du bereitet hast? 21 Also geht es, wer sich Schätze sammelt und ist nicht reich in Gott.


Das Gleichnis vom klugen Verwalter

 

Jesus warnt uns, dass die Art und Weise, wie wir mit Geld umgehen, zeigt, wo unser Herz wirklich ist. Reichtum ist vergänglich, er ist uns von Gott anvertraut, und wir werden Rechenschaft darüber ablegen müssen. Wem schon bei wenig Treue bewiesen hat, dem wird mehr anvertraut. Wer dem Geld nachjagt, anstatt Gott zu dienen, beweist, dass seine Loyalität woanders liegt. Man kann nicht Gott und dem Geld dienen.

  • Wer im Kleinen treu ist, wird auch im Großen treu sein

  • Wenn Sie dem weltlichen Reichtum nicht treu sind, werden Ihnen die wahren Reichtümer nicht anvertraut

  • Wenn Sie mit den Besitztümern anderer nicht treu sind, werden Sie keine eigenen Besitztümer erhalten

  • Man kann nicht gleichzeitig Gott und dem Geld dienen

Lukas 16:1-13

1 Er aber sprach zu seinen Jüngern: Es war ein reicher Mann, der hatte einen Haushalter; der ward von ihm berüchtigt, als hätte er ihm seine Güter umgebracht. 2 Und er forderte ihn und sprach zu ihm: Wie höre ich das von dir? Tu Rechnung von deinem Haushalten; denn du kannst hinfort nicht Haushalter sein! 3 Der Haushalter sprach bei sich selbst: Was soll ich tun? Mein Herr nimmt das Amt von mir; graben kann ich nicht, so schäme ich mich zu betteln. 4 Ich weiß wohl, was ich tun will, wenn ich nun von dem Amt gesetzt werde, daß sie mich in ihre Häuser nehmen. 5 Und er rief zu sich alle Schuldner seines Herrn und sprach zu dem ersten: Wie viel bist du meinem Herrn schuldig? 6 Er sprach: Hundert Tonnen Öl. Und er sprach zu ihm: Nimm deinen Brief, setze dich und schreib flugs fünfzig. 7 Darnach sprach er zu dem andern: Du aber, wie viel bist du schuldig? Er sprach: Hundert Malter Weizen. Und er sprach zu ihm: Nimm deinen Brief und schreib achtzig. 8 Und der HERR lobte den ungerechten Haushalter, daß er klüglich gehandelt hatte; denn die Kinder dieser Welt sind klüger als die Kinder des Lichtes in ihrem Geschlecht. 9 Und ich sage euch auch: Machet euch Freunde mit dem ungerechten Mammon, auf daß, wenn ihr nun darbet, sie euch aufnehmen in die ewigen Hütten. 10 Wer im geringsten treu ist, der ist auch im Großen treu; und wer im Geringsten unrecht ist, der ist auch im Großen unrecht. 11 So ihr nun in dem ungerechten Mammon nicht treu seid, wer will euch das Wahrhaftige vertrauen? 12 Und so ihr in dem Fremden nicht treu seid, wer wird euch geben, was euer ist? 13 Kein Knecht kann zwei Herren dienen: entweder er wird den einen hassen und den andern lieben, oder er wird dem einen anhangen und den andern verachten. Ihr könnt nicht Gott samt dem Mammon dienen.


Der Pharisäer und der Zöllner

 

Jesus lehrt, dass Demut der Schlüssel dazu ist, mit Gott im Reinen zu sein. Diejenigen, die auf ihre eigene Gerechtigkeit vertrauen und auf andere herabblicken, werden gedemütigt werden. Diejenigen, die ihre Sünde erkennen, sich demütigen und Gottes Barmherzigkeit suchen, werden erhöht werden. Die wahre Stellung vor Gott hängt vom Herzen ab, nicht von äußeren Leistungen.

  • Jeder, der sich selbst erhöht, wird demütigt

  • Wer sich erniedrigt, wird erhöht

 

Lukas 18:9-14

Er sagte aber zu etlichen, die sich selbst vermaßen, daß sie fromm wären, und verachteten die andern, ein solch Gleichnis: 10 Es gingen zwei Menschen hinauf in den Tempel, zu beten, einer ein Pharisäer, der andere ein Zöllner. 11 Der Pharisäer stand und betete bei sich selbst also: Ich danke dir, Gott, daß ich nicht bin wie die anderen Leute, Räuber, Ungerechte, Ehebrecher, oder auch wie dieser Zöllner. 12 Ich faste zweimal in der Woche und gebe den Zehnten von allem, was ich habe. 13 Und der Zöllner stand von ferne, wollte auch seine Augen nicht aufheben gen Himmel, sondern schlug an seine Brust und sprach: Gott, sei mir Sünder gnädig! 14 Ich sage euch: Dieser ging hinab gerechtfertigt in sein Haus vor jenem. Denn wer sich selbst erhöht, der wird erniedrigt werden; und wer sich selbst erniedrigt, der wird erhöht werden.

 

 

 

Verwandte Bibelstudien:

bottom of page